ESBD in Frankfurt gegründet - eSportsblog

ESBD in Frankfurt gegründet

ESBD in Frankfurt gegründet

eSports Verband in Frankfurt gegründet

Als ich die Nachricht von der Gründung des neuen eSports-Verbandes  gehört habe, musste ich mir erst einmal die Augen reiben. Natürlich ist es eine gute Nachricht, wenn eSports in Deutschland besser strukturiert und organisiert wird. Es ist keine Frage – der Weg zur Professionalität führt über einen ordentlichen Verband. Aber es hat auch sehr lange gedauert, bis sich in Deutschland diese Erkenntnis durchgesetzt hat.

Was sind die Ziele des ESBD

Ziel des neu gegründeten eSports-Verbands ist die Interessenvertretung des Amateur- und Spitzensports sowie die Anerkennung als reguläre Sportart. Es sollen Vereine entstehen und gefördert werden. Innen wie außen soll will man durch Forschung und Evualation in Sportwissenschaften das Verständnis für eSports erhöhen, so ESBD-Präsident Hans Jagnov. Erst kürzlich hat der DOSB klargemacht, dass die Anerkennung als Sportart momentan noch daran scheitert, dass eSports nicht in Vereinen ausgeübt wird, dass Strukturen fehlten, die in anderen Sportarten selbstverständlich sind.

Warum ist der ESBD so wichtig für eSports

eSports befindet sich in Deutschland auf dem Vormarsch. Es finden immer größere Veranstaltungen statt. Zigtausende Besucher auf der ESL One in Hamburg zeugen von dem gewaltigen Potenzial und Interesse an eSports.
Dabei kämpft eSports seit Jahren darum, als Sportart Anerkennung zu finden. Während in anderen Ländern und dabei insbesondere im asiatischen Bereich eSports zum selbstverständlichen Sportkulturbegriff gezählt wird, kämpfen hierzulande die Behörden um die korrekte Definition und um Begrifflichkeiten, in denen eSports nur schwerlich einzuordnen ist. Da geht es um fehlende Strukturen. Fehlende Vebände und geordnete Ligen. Ohne Vereine ist die Aufnahme für den DOSB unvorstellbar (an irgendeine Organisation muss man sich ja für die Abgabe von Gebühren wenden können).

Wer sind die Gründungsmitglieder des ESBD

Folgerichtig wurde nun der erste Verband für eSports in Frankfurt gegründet. Gründungsmitglieder sind der Bundesverband für Unterhaltungsmedien, der Turnierveranstalter ESL, Niklas Timmermann (Welt- und Europameister Need for Speed), Jan Pommer (Vorsitzender des Magdeburger eSports e.V.) sowie einige Teams und Clans.

Was ist mit den anderen eSports-Verbänden?

Richtig, da war ja noch was! Vor der Gründung des ESBD hat es schon 2003 Gründungen von Verbänden gegeben, die ganz ähnliche Ziele wie die ESBD verfolgten. Dabei war die gleichzeitige Gründung von zwei Dachverbänden (DeSpv und DeSV) vermutlich nicht besonders hilfreich. Auch die danach gegründete ESB-Organisation (der Deutsche eSport Bund) vermochte nicht, die auseinandertriftenden Interessen zu bündeln und zu einem gemeinsamen und erfolgreichen Handeln zu bewegen. Auch hier lautete eines der wichtigsten Ziele, die Aufnahme eSports als anerkannte Sportart. Jedoch schien man eher wirtschaftliche als sportliche Ziele zu verfolgen. Das Ende vom Lied war ein Verband, der kein Vertrauen gewinnen konnte. Weder die Mitglieder noch die wichtigen Sponsoren und Förderer glaubten, dass dieser Verband seine Ziele erreichen würde. Seit 2011 ist die ESB inaktiv.

Fazit:

Ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist vollbracht. Nun gilt es den Verband schnellstmöglichst in die richtigen Bahnen zu lenken, damit die deutschen eSportler nicht ständig der internationalen Konkurrenz hinter her hecheln. Nur, wenn das große Vorhaben bald umgesetzt wird, werden sich weitere Investoren und Sponsoren trauen, eSports ernst zu nehmen und diesen Sport mit allen Mitteln fördern.

Andre Strzalka

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